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	<title>TOEBBIVERSUM &#187; Damaskus</title>
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		<title>Wochenende in Beirut</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 13:44:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>toebbi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Drei Wochen arabisch face-to-face Intensivkurs sind vorbei und ich muss umbedingt wieder auf die Strasse. Wind in den Haaren und einen drehenden Kilometerzähler. In einer Stunde ist man von Damaskus an der libanesischen Grenze, weitere zwei Stunden und man steht in Beirut am Meer.
Syrien und Libanon &#8211; Damaskus und Beirut, die Unterschiede sind markant. Syrien [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=toebbi.wordpress.com&blog=4052787&post=127&subd=toebbi&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Drei Wochen arabisch face-to-face Intensivkurs sind vorbei und ich muss umbedingt wieder auf die Strasse. Wind in den Haaren und einen drehenden Kilometerzähler. In einer Stunde ist man von Damaskus an der libanesischen Grenze, weitere zwei Stunden und man steht in Beirut am Meer.<br />
Syrien und Libanon &#8211; Damaskus und Beirut, die Unterschiede sind markant. Syrien ein Land mit Steppe und Wüste, Euphrat und Tigris sowie einer Vielzahl von alten Ausgrabungsstätten. Libanon eines der wenigen Länder, wo man am Morgen Ski fährt und am Nachmittag im Meer schwimmt. Damaskus mit der mauerumrahmten alt arabischen Altstadt, den orientalischen Souqs und den römischen Badehäusern. Beirut ehemaliger Schauplatz des Bürgerkrieges und Partyhauptstadt des Nahen Ostens.<br />
Im Gegensatz zu Syrien bekommt man für den Libanon das Visum direkt an der Grenze, wo ich geschickt über den Diplomatenschalter meine Stempfel geholt habe.</p>
<p>Die Anfahrt auf Beirut zieht sich durch die verlassenen Dörfer des libanesischen Hinterlandes. Viele Familien haben die vom Krieg gezeichnete Gegend für immer verlassen. Zurück geblieben sind die Armen, ignoriert von der Regierung unfähig den Wiederaufbau der Region zu organisieren. Die Strasse ist modern und verbindet mehrspurig die zwei Hauptstädte Beirut und Damaskus. Einmal ist man gezwungen ein breites Tal hinunter auf der anderen Seite wieder hinauf zu steuern. Darüber die zerstörte Brücke in Rekonstruktion. Durch abwechselnd muslimische und christliche Dörfer fährt man die letzte Hügelkette nach Beirut runter. Endstation des Servicetaxis, welches immer vier Personen zusammen mitnimmt, ist das Charles Helous Terminal direkt am Mittelmeer. Feuchtigkeit und Hitze schlug mir ins Gesicht als ich ausgestiegen bin. Bereits während der ersten Fahrt ins Zentrum wurde mir bewusst wie jung die Narben des Bürgerkrieges und wie neu und sensibel der Friede hier noch ist. Eines der weltweit ehrgeizigsten und avanciertesten Restaurierungsprojekte hebt neben den grauen zerbombten Ruinen modern designte Hochhäuser in die Luft. Das in der ersten Etappe neu gebaute Stadtzentrum mutet mit breiten autofreien Pflastersteingassen, Strassencafes auf der Promenade, einem kubischen Rolex Glockenturm, den aneinander gereihten Flagshipstores, einer wunderschönen Sandstein Moschee und der St. Georgs Kirche wie eine orientalische Mischung aus Paris und Rom an. Die einmalige Chance eine Weltstadt von Grund auf neu zu schöpfen hat viele Architekten fasziniert und angezogen. Deren gekonnt vereinten Handschriften verbinden nun die zerbombten Ruinen, moderne Hochhäuser, farbige Kolonialhäuser, die glamouröse Innenstadt mit den normalen braunen Wohnungsblocks der Stadt. Viele Ecken sind mit Militär oder privaten Sicherheitsdiensten besetzt. Fotos von der Vergangenheit werden nicht toleriert. Beirut will vorwärts gehen, was man an den freundlichen, sehr offenen und nie diskussionsmüden Einwohner anmerkt. Schwarz verschleierte Frauen sieht man im Gegensatz zu Damaskus kaum. Ein teuer besticktes Kopftuch wird mit einer taillierten Seven Jeans und einem hautengen Top getragen. Die meisten Frauen tragen jedoch das Haar offen und sind hip gekleidet. Das Nachtleben kann locker mit Zürich oder Ibiza verglichen werden. Mit Beats aus den Escalades und Suburbans zieht Jungbeirut bis zum Morgengrauen von Club zu Club durch die Stadt. Dieser Partystimmung wollte auch ich mich nicht entziehen.</p>
<p>Extrem beeindruckt hat mich am nächsten Morgen das libanesische Nationalmuseum. Französische Mandatszeit mit dem Jetset Tourismus der 70er Jahre, der Widerstand gegen Syrien und Ägypten mit deren Idee vom sozialistische Grossarabien und dem folgenden Hilferuf nach Amerika, der Konflikt mit Israel und den palästinänsischen Flüchtlingen, welcher schliesslich zum Bürgerkrieg geführt hatte, wurde alles sehr detailliert und kritisch aufgearbeitet. Am Mittag war ich auf dem Campus der American University of Beirut, welcher zu den schönsten der Welt gehört und sich den Hügel der Stadt runter bis zum Meer erstreckt. Oben sind die Hauptgebäude mit Verwaltung und den verschiedenen Instituten platziert. Einige wurden während dem Krieg durch Bombenanschläge, welche auch den damaligen Dekan der Universität töteten, komplett zerstört und als Teil des städtischen Restaurierungsprozesses neu gebaut. Über gewundene kleine Treppen stieg ich den bewaldeten Hang runter zu den Tennisplätzen und dem mit einer Schwedenbahn umrundeten Fussballfeld mit Meerblick. Während dem Semester verkehrt auf dem Campus ein eigener Bus. Unter der Strasse führt vom Fussballfeld ein Tunnel zum Strandclub der Uni. Von dort schlenderte ich auf der &#8222;Corniche&#8220; dem Meer entlang zu den grossen Felsen, wo ich den späten Nachmittag mit einer Wasserpfeife verbrachte, um dann beeindruckt vom Vibe meiner neuen Lieblingsstadt mit dem Servicetaxi wieder nach Damaskus zurückzukehren.</p>
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		<title>Badehäuser in Damaskus</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 13:25:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>toebbi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eines der einnehmendsten Erlebnisse im Orient ist der Besuch eines Badehauses &#8211; auf arabisch Hamam genannt. Die Hamam stammen aus römischer Zeit und harmonieren mit dem islamischen Reinheitsgedanken. Deswegen wurde die fremde Tradition im Orient adaptiert und bis heute gepflegt wie nirgendwo sonnst auf der Welt.
Durch einen Vorhang in den engen Strassen der Altstadt schlüpfen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=toebbi.wordpress.com&blog=4052787&post=123&subd=toebbi&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Eines der einnehmendsten Erlebnisse im Orient ist der Besuch eines Badehauses &#8211; auf arabisch Hamam genannt. Die Hamam stammen aus römischer Zeit und harmonieren mit dem islamischen Reinheitsgedanken. Deswegen wurde die fremde Tradition im Orient adaptiert und bis heute gepflegt wie nirgendwo sonnst auf der Welt.</p>
<p>Durch einen Vorhang in den engen Strassen der Altstadt schlüpfen wir in das Innere eines unscheinbaren Gebäudes und tauchen zum ersten Mail in diese neue Welt ein. Wir betreten einen runden, hohen, weiss gestrichenen und mit Holz umrahmten Raum, dessen Mitte ein runder Steinbrunnen bedeckt. Oben über dem Brunnen wölbt sich eine Kuppeldecke mit blauen, roten und gelben Mosaiksteinen, die gefärbtes Licht in den kühlen Raum werfen. Um den Brunnen an den Wänden sind höher gelegene Podeste mit rot überzogenen Bänke angeordnet. Hier wurden wir aufgefordert uns auszuziehen und die Kleider aufzuhängen. Es stand auch schon jemand bereit uns ein dünnes, blau gestreiftes Tuch umzubinden. Durch einen niederen Gang an der Seite des Innenhofes wurden wir durch zwei Waschsäle zur Dampfgrotte geführt. Drinnen wird auf marmornen Bänken geschwitzt. Obwohl du die Hand vor Augen nur erahnen kannst, wird hier rege diskutiert. Es ist Ort des sozialen Austausches und arabische Wortschwalle schiessen um uns durch den Nebel. Die Dampfgrotte ist direkt mit dem zweiten Waschsaal verbunden. Dort hat es in den Wänden eingelassene Brunnen und man kann sich mit kaltem Wasser den Schweiss vom Körper spühlen. Auch hier stechen farbige Lichtstrahlen durch die Mosaiksteine der Kuppel in den Dunst des Raumes. Von einem alten Mann mit nur einem Schneidezahn wurden wir dann abgeholt und in den ersten Waschsaal zurückgebracht. Palästinenser, Syrer und Libanesen sitzen diskutierend auf dem Boden. Wir gesellen uns dazu und werden sofort in das Gespräch eingebunden. Einer nach dem Anderen wurden wir vom alten Mann, der sich in einem Ecken niedergelassen hatte, zu sich bestellt und bearbeite. Als erster legte ich mich bei ihm hin. Mit einem Ruck zog er mich näher zu sich, zwei Sekunden später klatscht mir mit Anlauf eine Bürste auf den Rücken. Lachen aus den Reihen der Araber begleiteten mein Zusammenzucken und die erstaunten Ausrufe meiner Hamambrothers. Fünf Minuten lang wurde jeder Zentimeter meines Körpers gestriegelt, damit ja keine alte Haut zurückbleibt. Mit einem breiten Lächeln wurde ich schliesslich entlassen und durfte in den Nebenraum. Ich konnte es mir jedoch nicht verkneifen den nächsten Klatscher live zu erleben. Badeästhetik!<br />
Jeder von uns bekam danach in einem silbernen Geschirr Seife und einen Knäuel Baumwolle. Wie von den Locals vorgemacht liessen wir uns neben einem Brunnen nieder, packten die Seife in die Baumwolle und begannen uns einzuschäumen und abzuwaschen. In einem weiteren Raum wurden uns dazwischen sämtliche Muskeln und Gelenke verdreht und wieder gerade gestrichen. Einmal kalt abgespült und der nasse Teil der Hamamfiesta war fertig.</p>
<p>Das dünne Badetuch wird uns abgewickelt und durch zwei neue ersetzt. Eines um die Hüfte gebunden, eines paschamässig über die Schulter geschwungen. Durch den selben niederen Gang kamen wir zurück in den Innenhof, wo uns der Chef persönlich das Gesicht trocken rieb und einen hellblauen Turban band. So konnten wir zurück auf das Podest und liessen uns auf den weichen, roten Bänken nieder. Mit einer bestickten Decke über den Knien übermannte mich das Gefühl totaler Entspannung. Wir bekamen starken, süssen, heissen Tee und eine Wasserpfeife serviert. Eingemummt wird geschlürft und geschmaucht bis man trocken ist, was in unserem Fall eine wunderbar lange Stunde gedauert hat. Mit speerangelweiten Pooren und Bébéhaut wandelten wir anschliessend durch die Souqs (Märkte) der Altstadt einem arabischen Abendessen entgegen. Es lebe der Müssigang!</p>
<p style="text-align:center;"><img src="http://toebbi.files.wordpress.com/2008/08/img-1223.jpg?w=480&#038;h=320" width="480" height="320" alt="IMG_1223.JPG" /></p>
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		<title>Ausflug nach Quneitra</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Aug 2008 17:30:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>toebbi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Damit ich heute nach Quneitera fahren konnte, musste ich gestern dreimal das Ministry of the Interior besuchen. Ich brauche einen Zutrittsschein. Das erste Mal kam ich ungelegen zur Teepause, l&#8217;autre fois el doctuer était occupé bis es beim dritten Anlauf schliesslich klappte. Glücklicherweise befindet sich das mit T-Shirtmaschienengewehr- und Anzuggeheimdiensttypen gesicherte Gebäude gleich um die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=toebbi.wordpress.com&blog=4052787&post=109&subd=toebbi&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Damit ich heute nach Quneitera fahren konnte, musste ich gestern dreimal das Ministry of the Interior besuchen. Ich brauche einen Zutrittsschein. Das erste Mal kam ich ungelegen zur Teepause, l&#8217;autre fois el doctuer était occupé bis es beim dritten Anlauf schliesslich klappte. Glücklicherweise befindet sich das mit T-Shirtmaschienengewehr- und Anzuggeheimdiensttypen gesicherte Gebäude gleich um die Ecke bei meiner Schule. Die Stadt Quneitera liegt auf den Golan Höhen und ist Inbegriff dessen, was wir eine Geisterstadt nennen. Die ursprünglich syrischen Golan Höhen wurden im 6-Tage Krieg 1967 von Israel annektiert. Eine Ballung ägyptischer Truppen und Übergriffe von syrischen Rebellen auf israelisches Gebiet werden als Auslöser dieses Krieges genannt. Syrien schickte 1973 in einem Überraschungsangriff 850 Panzer los um den Waffenstillstand zu beenden und die Golan Höhen zurück zu erobern. Die herbe Niederlage sollte das Land in eine andauernde Phase der Depression stürzen. Nur drei Tage nach dem ersten syrischen Kanonenschuss bombardierten israelische Flugzeuge Damaskus. Teil der israelischen Gegenattacke war die Zerstörung der wichtigsten syrischen Kommandostellen auf den Golan Höhen. Dazu gehörte auch die Stadt, von welcher ich schreibe.</p>
<p>Quneitra steht heute wieder unter syrischer Flagge und gehört zur UNO patroullierten und entmilitarisierten Sicherheitszone zwischen Syrien und Israel. Österreich hat ein Camp hier und ich habe japanische Blauhelme und indische Blauturbane gesehen. Nach einer Stunde Fahrt von Damaskus erreiche ich den ersten UN-Checkpoint, wo meine Papiere geprüft werden. Beim letzten der drei Checkpoints wurde mir Pass und Zutrittsschein abgenommen und ich durfte mit einem syrischen Intelligence Officer das Gebiet der Stadt betreten. Auf arabisch und wilden Gesten macht er mir verständlich, dass er weiss wo sich die Tretmienen befinden und mich sicher durch die Stadt lotsen wird. In seinem weissen Toyota Jeep fahren wir über die ruinengesäumte Hauptstrasse zum Spital. Auf den Ruinen turnen mit Kufiyas vermummte und mit Spraydosen bewaffnete Jugendliche herum. Als ich ihre skeptischen Blicke erwiderte, scherzte mein Offizier sichtlich gut gelaunt &#8222;Fatah&#8220;. Keine Geisterstadt also, sondern ein Guerillaspielplatz. Dreissig Jahre kein Schuss aber die Graffitis zeigen, dass der Hass weiter gegeben und wieder geboren wird.</p>
<p>Warum er mir den Spital als erstes zeigen will, wurde mir sofort klar. Das schlimmste immer zuerst. Das stattliche dreistöckige Gebäude übersäht mit Einschlaglöchern von Maschinengewehren trägt ein Schild: &#8222;Golan Hospital &#8211; Destructed by the Zionists and changed it to firing Target&#8220;. Auch drinnen überall die bleiernen Kratzspuren zwischen den Trümmern. Auf dem Dach überblickt man das umliegende Gebiet: Das benachbarte österreichische UN-Camp, auf dem nächsten Hügel eine riesige israelische Kommunikationsstation und dazwischen das graue Bild der Zerstörung. Militärisch sei der Golan nicht einzunehmen, meint mein Offizier. Syrien hält eisern an ihren Foderungen zur Rückgabe der Golanhöhen fest, Israel scheint da mit ihrer Ansiedelungsstrategie ganz anderer Meinung zu sein. Wir fahren an der zerstörten Moschee, zur zerstörten Kirche, halten kurz beim Propaganda Hobby-Museum der &#8222;Fatah&#8220; Jugend, bis wir beim letzten UN-Checkpoint auf syrischer Seite ankommen. Hinter Barriere und Stacheldraht liegt 200 Meter Pufferzone und dann tanzt ein blauer Davidsstern auf weissem Hintergrund im Wind. Ein UN-Lastwagenconvoi bringt gerade das Gerüst für einen Beobachtungsturm nach Quneitra und ein Nissan Landcruiser drei kroatische Offiziere von unserer Seite nach Israel.</p>
<p>Auf dem Rückweg zwischen zerschossenen Marktständen und abgebrochenen Häusern höre ich die ersten englischen Worte aus dem Munde meines Offiziers. Grinsend fragt er: &#8222;Quneitra Beautiful?&#8220; Da ich ihm auf arabisch nicht zu verstehen geben kann, dass ich Zürisee und Jochpass bevorzuge, drücke ich ihm mit einem &#8222;Al Salam Al Eikum&#8220; 100 Pfund in die Hand und steige aus. Im Kopf habe ich nach wie vor die Worte von Mark Twain aus &#8222;The Innocents Abroad&#8220;. (siehe Ankunft in Damaskus) Hinter mir sehe ich bei den letzten Ruinen einige Schafe und füge den Worten still hinzu: &#8222;&#8230; and even when she dies, there still will be sheeps grazing upon her &#8211; with them, there will be new live.&#8220;</p>
<div style="text-align:center;">
<p><img src="http://toebbi.files.wordpress.com/2008/08/img-05621.jpg?w=480&#038;h=320" alt="IMG_0562.JPG" width="480" height="320" /></div>
<div style="text-align:center;"></div>
<div style="text-align:center;"></div>
<div style="text-align:center;">Auf dem Golan Hospital in Quneitra mit UN Camp im Hintergrund</div>
<div style="text-align:center;"></div>
<div style="text-align:center;"></div>
<div style="text-align:center;"><span style="color:#0000ee;text-decoration:underline;"><a title="Meine Aufnahmen" href="http://www.toebbi.wordpress.com/quneitra">Alle Bilder zum Text Ausflug nach Quneitra</a></span></div>
<div style="text-align:center;"></div>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/toebbi.wordpress.com/109/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/toebbi.wordpress.com/109/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/toebbi.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/toebbi.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/toebbi.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/toebbi.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/toebbi.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/toebbi.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/toebbi.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/toebbi.wordpress.com/109/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/toebbi.wordpress.com/109/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/toebbi.wordpress.com/109/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=toebbi.wordpress.com&blog=4052787&post=109&subd=toebbi&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Timeout in Damaskus</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 16:59:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>toebbi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Damaskus]]></category>

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		<description><![CDATA[Die erste Woche mit ausgedehnten Stadterkundungen zu Fuss, einer Rangliste der besten Kebaps am Souq Bab Touma, 45 Grad im Schatten, Arabisch Intensivkurs und den langen Nächte mit einer Wasserpfeife beim Geschichtenerzähler forderten ihren Tribut. Rücken kolabierte. Bauch evakuierte. Kopf explodierte. Die Lonleyplanet Selbstdiagnose ist Travellers Sickness, zu der auch der Arzt nicht mehr hinzufügen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=toebbi.wordpress.com&blog=4052787&post=91&subd=toebbi&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die erste Woche mit ausgedehnten Stadterkundungen zu Fuss, einer Rangliste der besten Kebaps am Souq Bab Touma, 45 Grad im Schatten, Arabisch Intensivkurs und den langen Nächte mit einer Wasserpfeife beim Geschichtenerzähler forderten ihren Tribut. Rücken kolabierte. Bauch evakuierte. Kopf explodierte. Die Lonleyplanet Selbstdiagnose ist Travellers Sickness, zu der auch der Arzt nicht mehr hinzufügen konnte. Kriegt man wenn sich der Körper nicht anklimatisieren konnte. Oder man das Gefühl hat in der Landessprache Gott sei Dank zu sagen, ist der Anklimatisierung genüge getan. Alle Erkundungen der ersten Stunde liegen vor meinem Zimmer, worin ich verkrochen mit meinem Ventilator das Bett hüte.</p>
<p>Die Zeit steht still und ich nutze den Moment um die arabische Sprache ein wenig zu erklären. Arabisch wird im Gegensatz zu allen mir bekannten Sprachen von rechts nach links geschrieben und gelesen. Das arabische Alphabet hat 28 Buchstaben. Dass sich darunter nur 3 Vokale befinden macht das lesen für europäische Zungen relativ schwierig. Für Anfänger werden deswegen die Wörter durch zusätzliche Symbole über den Buchstaben vokalisiert, damit auch die &#8222;versteckten&#8220; Vokale ausgesprochen werden. In Zeitungen sucht man diese Vokalisierungen jedoch vergeblich. Ein weiteres Problem ist die Schreibweise der Buchstaben. Geschrieben wird ein Buchstabe anders wenn er am Anfang, in der Mitte oder am Ende eines Wortes steht. Das Schriftbild ist mit den strickt graden Verbindungen, den geschwungenen Endungen, den Bögen, Kreisen und Punkten fremd und wunderschön. Ein fehlender Punkt kann aus einem t ein n, eine Verbindung zu viel aus einem a ein l machen. Tricky Sache. Da der Islam die Abbildung des Menschen untersagt, hat sich die morgenländische Kunst vor allem auf die Schrift konzentriert und in der Kalligraphie ihre Perfektion gefunden. Um unsere Kralle ein wenig zu glätten, werden auch wir ein oder zwei Stunden von einem Meister in dieser Kunstform unterwiesen werden.<br />
Ich lerne hier in Damaskus Hocharabisch, wie ich es auch in Kairo, Dubai oder Bagdad lernen könnte. Jedes Land spricht und schreibt zum Teil aber einen eigenen Dialekt. Die Situation ist wie in der Schweiz mit dem Hochdeutschen als Schulsprache. Das Problem liegt in den riesigen Unterschieden der Dialekte. Ein Marokkaner und ein Libanese würden wohl französisch miteinander sprechen.<br />
In die Tiefen arabischer Grammatik bin ich noch nicht eingetaucht, habe aber schon zwei spezielle Gegebenheiten gefunden. Der Araber verwendet nur Plural wenn er von der Anzahl 2 bis 10 spricht. Ab 11 bis unendlich wird nicht mehr in der Mehrzahl gesprochen, sondern wieder Singular verwendet. Ein anderer Klimmzug für die Hirnwindungen ist, dass für männliche Sachen und Tiere im Plural Adjektive immer weiblich und Singular angeglichen werden. Das kann man zwar lernen und akzeptieren aber verstehen?</p>
<p>Nächste Woche geht es hoffentlich genügend anklimatisiert wieder ins Getümmel!</p>
<p></p>
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  Mein Zimmer in Bab Touma
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		<title>Ankunft in Damaskus</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jul 2008 19:03:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>toebbi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Damaskus]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom Blau des östlichsten Zipfel des Mittelmeers zum Weiss der libanesischen Bergketten bis zum Braun der syrischen Wüste erstreckte sich der Anflug auf Damaskus. Einreiseformalitäten dauerten dank bereits ausgestelltem Visa im roten Pass und einem scheinbar arabisch klingenden Namen [¿naif?] rekordverdächtige fünf Minuten. Gepäck geholt und in der Empfangshalle stand auch schon meine Lehrerin für [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=toebbi.wordpress.com&blog=4052787&post=82&subd=toebbi&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Vom Blau des östlichsten Zipfel des Mittelmeers zum Weiss der libanesischen Bergketten bis zum Braun der syrischen Wüste erstreckte sich der Anflug auf Damaskus. Einreiseformalitäten dauerten dank bereits ausgestelltem Visa im roten Pass und einem scheinbar arabisch klingenden Namen [¿naif?] rekordverdächtige fünf Minuten. Gepäck geholt und in der Empfangshalle stand auch schon meine Lehrerin für die nächsten drei Wochen. Sie brachte mich mit ihrem Auto zu meiner Gastfamilie ins christliche Viertel, welches nach dem östlichen Stadttor Bab Tuma benannt ist und am Rande der Altstadt liegt. Ihr Name ist Hannah, spricht sehr gut deutsch und ist Muslimin. Sie sehe jünger aus als sie ist und unterrichte schon 10 Jahre an der Schule ihres Bruders, antwortete sie auf meine Bedenken zu ihrem Plan mich in drei Wochen in die fortgeschrittenen Gruppe zu bringen. Ausserdem freue sie sich jedes Mal über schweizer Studenten, da die unkompliziert und schnell im Verständnis seien. Aha. Auch sie erkundigte sich ob ich meinem Namen nach Araber sei. Natürlich!</p>
<p>Shadi und Anna zusammen mit ihren Kindern Ahmud (4) und Annabelle (1) sind meine Gasfamilie. Sie wohnen untypisch für lokale Verhältnisse alleine und ohne erweiterte Familie in einem weissen Haus mit Innenhof den engen Gassen des Quartiers entlang. Die Innentreppe rauf und mein Zimmer liegt auf den Dächern des Altstadtlabyrinths. Vis a vis hat eine bereiste Belgierin ihr Zimmer. Sie kennt die Region und gab mir schon Tipps für Wochenendausflüge nach Petra und Amman in Jordanien und Beyrouth im Libanon. Alles mit Bus in circa 6 Stunden erreichbar.</p>
<p>Mein erster Rundgang durch die Altstadt zur Omajaden Moschee, welche nach Mekka und Medina die drittwichtigste Kultstätte des Islams ist, zum Souq al Hamidiyyeh, der grösste Markt von Damaskus und um die Stadtmauern aus römischer Zeit war für mich der definitive Eintritt in diese neue alte Welt. Mark Twain schrieb über Damaskus in <em>The Innocents Abroad:</em> &#8222;Go back as far as you will into the vague past, there was always a Damascus &#8230; She has looked upon the dry bones of a thousand empires and will see the tombs of a thousand more before she dies.&#8220; Die uralte Geschichte spürt man in den Maueren die Gelassenheit in den Menschen.</p>
<p>Essensuche ist für mich erstmal das grösste Abenteuer hier. Erstens verstehe ich niemanden und zweitens kenne ich keine hiesigen Gerichte. Mit Fingerzeichen, frenglish und viel Shukran Shukran (Danke Danke) erkämpfe ich es mir jeweils. Der Triumph dann etwas in den Händen zu halten ist perfekt und die Freude wenn es schmeckt enorm! Ich habe auch schon ein schönes Cafe mit Wireless Internet gefunden, wo ich nun noch meine Wasserpfeife fertig rauchen werde. Morgen geht es zum ersten Mal in die Schule.</p>
<p style="text-align:center;"><img src="http://toebbi.files.wordpress.com/2008/07/syrdam0301.jpg?w=400&#038;h=283" alt="SyrDam0301" width="400" height="283" /></p>
<p style="text-align:center;">Hauptplatz mit Moschee und Souq-Eingang der Altstadt</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/toebbi.wordpress.com/82/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/toebbi.wordpress.com/82/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/toebbi.wordpress.com/82/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/toebbi.wordpress.com/82/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/toebbi.wordpress.com/82/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/toebbi.wordpress.com/82/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/toebbi.wordpress.com/82/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/toebbi.wordpress.com/82/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/toebbi.wordpress.com/82/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/toebbi.wordpress.com/82/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/toebbi.wordpress.com/82/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/toebbi.wordpress.com/82/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=toebbi.wordpress.com&blog=4052787&post=82&subd=toebbi&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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